Der Film von Wim Wenders „Pina“ war ein Erlebnis, was völlig anders war als ein Theaterbesuch mit dem Ballett. Einmal ist die neue Ausnahmetechnik 3D für mich neu ist. Erstaunlich ist, wie ausgelaugt und verhärmt die Tänzer in der Totalen aussehen, was man im Theater so nicht sieht. Der 3D Effekt tut sein übriges.
Der Film besteht aus Bühnenscenen, wo die Kameraführung dem Zuschauerblick mehr oder weniger entspricht, jedoch viel schärfer und näher. Das Bühnenbild ist mir in den Theateraufführungen niemals so plastisch vorgekommen, wie im Film. Die rund um Wuppertal gedrehten Aussenaufnahmen bestachen durch ihre Lokation, die äußerst geschickt gewählt wurden. Es wurden dann in Außenaufnahmen Theaterscenen nachgespielt, mit einer völlig anderer Wirkung. So konnte man den „Kontakthof“, der häufig gezeigt wurde aus den verschiedensten Perspektiven erkennen, immer wieder neu.
Der Film ist ein großes Erlebnis. Pina Bausch völlig neu und unsterblich. Ich werde mir den Film erneut ansehen.
Dienstag, 15. März 2011
Montag, 31. Januar 2011
Wo gibt es „Raclette du Valais“
Für den Familientreff zu Weihnachten hatte ich einen halben Racette-Käse auf dem Markt beim Käsestand Jörg beschafft. Walliser Raclette-Käse mit Herkunftsbezeichnung „Raclette du Valais“ war nicht zu erhalten. Kein Wunder, die Produktion von Walliser Raclette-Käse beträgt nur 2.000 Ts im Jahr, der vorwiegend auch wegen des Preises von den Schweizern selbst gegessen wird. Es gelten strenge Produktionsrichtlinien, die in einem 10 seitigen Pflichtenheft festgelegt sind. Die wichtigsten Punkte: Der Käse darf nur aus Rohmilch von Kühen hergestellt werden, die nur Heu und Gras aus dem eigenen Betrieb fressen dürfen, keine Silage, kein Zukauf Futter, nur von hierfür zertifizierten Bauern. Mindestreifezeit unter bestimmten Bedingungen 3 Monate. Nach 12 Monaten Lagerzeit nennt sich der Käse „Hobelkäse“ und ist fester und noch kräftiger im Geschmack.
Hierzu im Gegensatz beträgt die Produktion in der übrigen Schweiz ca. 11.000 Ts p.a. Dieser Käse wird unter der einfachen Bezeichnung „Raclette Käse“ auch nach Deutschland exportiert, ist aber in der Qualität deutlich abfallend, jedoch auch wesentlich billiger. Hergestellt aus pasteurisierter Industriemilch, die keinen besonderen Futtervorschriften unterliegt. Der Name ist nicht geschützt, wird auch von deutschen Molkereien im Allgäu genutzt. Ich empfand die Qualität als Käsezubereitung, ähnlich wie Scheibletten im Block, also als typischen Industriekäse. Der Geschmack war fade wie junger Holländer. Ein wichtiger Punkt, die Rinde blieb nicht stehen, sodass der Käse auch seitlich unter dem Strahler ablief, was keinesfalls akzeptiert werden kann.
Ich werde mich weiter auf der Suche machen, einen Original Käse mit Herkunftsbezeichnung „Raclette du Valais“ zu erhalten. Kann mir irgendjemand einen Tipp geben?
Link zum Pflichtenheft Walliser Raclette Käse
http://www.blw.admin.ch/themen/00013/00085/00094/00398/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDen9_gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--
Hierzu im Gegensatz beträgt die Produktion in der übrigen Schweiz ca. 11.000 Ts p.a. Dieser Käse wird unter der einfachen Bezeichnung „Raclette Käse“ auch nach Deutschland exportiert, ist aber in der Qualität deutlich abfallend, jedoch auch wesentlich billiger. Hergestellt aus pasteurisierter Industriemilch, die keinen besonderen Futtervorschriften unterliegt. Der Name ist nicht geschützt, wird auch von deutschen Molkereien im Allgäu genutzt. Ich empfand die Qualität als Käsezubereitung, ähnlich wie Scheibletten im Block, also als typischen Industriekäse. Der Geschmack war fade wie junger Holländer. Ein wichtiger Punkt, die Rinde blieb nicht stehen, sodass der Käse auch seitlich unter dem Strahler ablief, was keinesfalls akzeptiert werden kann.
Ich werde mich weiter auf der Suche machen, einen Original Käse mit Herkunftsbezeichnung „Raclette du Valais“ zu erhalten. Kann mir irgendjemand einen Tipp geben?
Link zum Pflichtenheft Walliser Raclette Käse
http://www.blw.admin.ch/themen/00013/00085/00094/00398/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDen9_gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--
Sonntag, 21. November 2010
"Geniesser" Kochkursus Innereien
Peter Krauskopf hat in seiner Kochserie in der VHS Herne auch einen Abend für das Kochen mit Innereien vorgesehen. Erfreulicher weise fanden sich 12 Teilneher/-innen ein, um sich mit diesem wenig beliebten Thema auseinanderzusetzen.
Innereien sind hierzulande in Verruf geraten: sie seien mit Schadstoffen besonders belastet. Dies scheint übertrieben zu sein, da man die Innereien i.d.R. vorher wässert, um besonders bei Nieren evtl. Harnreste auszuschwemmen. Weniger bekannt ist, dass besonders Leber, Hirn und Nieren hochwertige Aminosäuren enthalten. Außerdem sind sie Depot für Vitamine, die typisch tierischen Ursprungs sind und nicht über vegetarische Kost kompensiert werden können. Dies ist wohl auch der Grund, dass Fleischfresser in der Natur Innereien bevorzugen und sie zuerst fressen.
Was besonders die Spitzenköche reizt, ist der typische Geschmack der einzelnen Organe. Schieres Fleisch wird erst durch Salz und Gewürze schmackhaft. In romanischen Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien usw. stehen Innereien ganz oben auf der Speisenkarte und sind hier auch relativ teuer, was in Deutschland nicht der Fall ist.
Es bedarf schon einiges Koch Know How, um mit Innereien umzugehen, da Unterschiede in der Behandlung, vor allem in den Koch- und Garzeiten gegeben sind. Dies ist davon abhängig, ob es sich um ein Muskelorgan wie Zunge, Herz oder um eine Drüse, wie Leber, Bries usw. handelt. Die dem normalen Fleisch nahe stehenden Innereien haben längere Kochzeiten, während Nieren, Leber und Hirn immer nur kurz gegart werde, da sie sonst hart und zäh werden.
Peter hatte diverse moderne Rezepte mitgebracht, die nur z.T. aus Zeitgründen gekocht werden konnten. http://genussbereit.blogspot.com/. Zur Verwirklichung kamen folgende Gerichte:
- Kuttelsuppe mit Kräutern und Sahne
- Kutteln säuerlich, schwäbische Art, Kartoffel-Puré
- Kalbsbries mit Spitzkohl und Kartoffel-Puré
- Schweinenieren, süß-sauer mit Kartoffel-Puré
- Kalbsleber, florentiener Art mit Tomaten und Weintrauben
- Winterlicher Salat
Mir haben die Schweinenieren und die Kalbsleber besonders gut gemundet. Bei den Schweinenieren war es die Tatsache, dass ich i.d.R. nur Kalbsnieren esse und bisher geglaubt habe, Schweinenieren seien minderwertig, was keines falls richtig ist. Bei der Leber war es die Geschmackskombination mit den frischen Tomaten und Weintrauben.
Alle Teilnehmer waren sich einig: die Vorurteile gegen Innereien sind unbegründet. Man muss sie nur richtig und schmackhaft kochen.
Innereien sind hierzulande in Verruf geraten: sie seien mit Schadstoffen besonders belastet. Dies scheint übertrieben zu sein, da man die Innereien i.d.R. vorher wässert, um besonders bei Nieren evtl. Harnreste auszuschwemmen. Weniger bekannt ist, dass besonders Leber, Hirn und Nieren hochwertige Aminosäuren enthalten. Außerdem sind sie Depot für Vitamine, die typisch tierischen Ursprungs sind und nicht über vegetarische Kost kompensiert werden können. Dies ist wohl auch der Grund, dass Fleischfresser in der Natur Innereien bevorzugen und sie zuerst fressen.
Was besonders die Spitzenköche reizt, ist der typische Geschmack der einzelnen Organe. Schieres Fleisch wird erst durch Salz und Gewürze schmackhaft. In romanischen Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien usw. stehen Innereien ganz oben auf der Speisenkarte und sind hier auch relativ teuer, was in Deutschland nicht der Fall ist.
Es bedarf schon einiges Koch Know How, um mit Innereien umzugehen, da Unterschiede in der Behandlung, vor allem in den Koch- und Garzeiten gegeben sind. Dies ist davon abhängig, ob es sich um ein Muskelorgan wie Zunge, Herz oder um eine Drüse, wie Leber, Bries usw. handelt. Die dem normalen Fleisch nahe stehenden Innereien haben längere Kochzeiten, während Nieren, Leber und Hirn immer nur kurz gegart werde, da sie sonst hart und zäh werden.
Peter hatte diverse moderne Rezepte mitgebracht, die nur z.T. aus Zeitgründen gekocht werden konnten. http://genussbereit.blogspot.com/. Zur Verwirklichung kamen folgende Gerichte:
- Kuttelsuppe mit Kräutern und Sahne
- Kutteln säuerlich, schwäbische Art, Kartoffel-Puré
- Kalbsbries mit Spitzkohl und Kartoffel-Puré
- Schweinenieren, süß-sauer mit Kartoffel-Puré
- Kalbsleber, florentiener Art mit Tomaten und Weintrauben
- Winterlicher Salat
Mir haben die Schweinenieren und die Kalbsleber besonders gut gemundet. Bei den Schweinenieren war es die Tatsache, dass ich i.d.R. nur Kalbsnieren esse und bisher geglaubt habe, Schweinenieren seien minderwertig, was keines falls richtig ist. Bei der Leber war es die Geschmackskombination mit den frischen Tomaten und Weintrauben.
Alle Teilnehmer waren sich einig: die Vorurteile gegen Innereien sind unbegründet. Man muss sie nur richtig und schmackhaft kochen.
Dienstag, 9. November 2010
"Art Duell" im IGZ, Herne, Westring 3003
Ich möchte über eine Ausstellungseröffnung in der IGZ, Westring 303, Herne berichten. Die Künstler Kasimir Rajkowski (1936) und Willi H. Zehrt (1933) sind eine Generation. Sie haben beide die Kriegs- und Nachkriegszeit, jedoch auf unterschiedlicher Seite bitter kennengelernt. Dies hat Beide geprägt.
Rajkowski ist in Polen geboren und hat an der Universität Danzig ein Kunststudium absolviert. Bis zur Übersiedlung nach Westdeutschland war er als Kunstlehrer und freier Künstler in Polen tätig. Er hatte vorwiegend im Ostblock viele internationale Ausstellungen.
1992 siedelte er nach Herne über und verlegte sich auf Papierarbeiten und kleinere Materialcollagen. Seine Kunstrichtung war und ist abstrakt/informell, dies aber in einer ausgefeilten präzisen Technik, die bei allen ausgestellten Arbeiten sichtbar ist. Seine Holzcollagen erinnern an Schwitters.
Zehrt hat Schriftsetzer gelernt und später Grafik Design an der Folkwangschule und an der Uni Wuppertal studiert. Anschließend war er viele Jahre in Werbeagenturen und als freischaffender Grafiker/Künstler in diversen Funktionen tätig.
Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt ähnlich wie bei Kasimir, in Papierarbeiten, aber auch in Skulpturen und Bildern auf Leinwand. Man sieht seinen Arbeiten die enge Vertrautheit mit seinem ursprünglichen Beruf als Schriftsetzer an. Die hier ausgestellten Arbeiten sind meist jüngeren Datums und befassen sich mit der Welt der Buchstaben; er bezeichnet sie auch als „Type-Art“.
Die Ausstellung läuft noch bis Ende Dezember und kann während der Geschäftszeit der IGZ Mo – Di. besucht werden. Ein Besuch lohnt sich, wenn man sich für sehr unterschiedliche Kunstauffassungen der Gegenwartskunst interessiert.
Samstag, 16. Oktober 2010
Museum Ostwall (MO) im Dortmunder U
Die Neugierde trieb mich nach Dortmund, um das mit Verspätung neu eröffnete Museum Ostwall (MO) zu besuchen. Leider ist der gesamte Umbau des „Goldenen U“ immer noch nicht beendet. Es fehlt noch die Eröffnung der Etage 6 für Wechselausstellungen und der Gastronomiebereich in der 7. Etage. Auch im bereits eröffneten Teil sind die Handwerker noch voll aktiv. Wenn das Gebäude in allen Details einmal fertig ist, ist es ein imposantes und repräsentatives Kultur Zentrum.
Die kürzlich eröffneten Etagen 4 & 5 stellen die eigentliche Sammlung des MO dar. Seinen Ursprung hatte das Museum unter den Fittichen der Stadt Dortmund am Ostwall, daher auch sein Name. Das Museum wurde an der alten Stelle wg. baulicher Mängel vor über einem Jahr geschlossen und jetzt wieder im „Dortmundder U“ eröffnet. Das Alte Museum wurde von mir verschiedentlich besucht und ich fand es trotz seiner Mängel ansprechend mit sehr guter Ausstellungspräsentation.
Dies kann man leider vom neuen Museum nicht sagen. Man hat den Eindruck einer engen Bunkeratmosphäre ohne Blickaxen und einem zu geringen Abstand zu den Bildern. Die großen Etagenflächen wurden in enge Räume unterteilt mit absichtlich dicken Wänden, was den clausphobischen Eindruck noch verstärkt. Auch werden nicht mehr so viele Exponaten gezeigt wie am alten Standort, dies besonders bei den Bildern der Moderne. Sicherlich konnte in der Kürze der Zeit auch die Beschriftungen und Hinweise nur provisorisch angebracht werden. Die diversen akustischen Darbietungen in einzelnen Abschnitten stören in den anderen Räumen, Kontemplation kann hier schwerlich aufkommen. Man kann nur hoffen, dass sich mit der Zeit noch einiges ändert, vor Allem stören die teilweise in Gruppen „herumlungernden“ Feuerwehr- und Sicherheitskräfte. Man fragt sich, was dies soll, zumal ausreichendes freundliches und kompetentes Museums-Stammpersonal vorhanden ist. Der kostenlose elektronische Museumsführer ist sehr nützlich, zumal auch neben der Objektbeschreibung auch etwas von der Museumskonzeption durchdringt.
Eine positive Überraschung erlebt man in der 3. Etage, die vom HMKV mit der Ausstellung „inter-cool 3.0“ bespielt wird. Nachdem bereits im Sommer die Elektronische Ausstellung „Trust“ mein Interesse weckte, ist die neue Bild und Medien Ausstellung für die Jugend ein voller Erfolg. Der Ausstellungsraum ist groß und übersichtlich, trotz der Vielfalt der Exponate. Überall sind Ecken und kleine Winkel, wo die Jugendlichen sich selbst betätigen können, wovon sie auch ausgiebig Gebrauch machen.
Besonders gut finde ich das neuartige Beschriftungssystem. An jedem Exponat sind kleine Infoblätter zum mitnehmen aufgehängt, die prägnant das jeweilige Werk beschreiben, was ich sehr nützlich empfinde. Es handelt sich um nicht immer leicht verständliche Gegenwartskunst, die so dann recht gut dem Besucher nahe gebracht wird.
Die kürzlich eröffneten Etagen 4 & 5 stellen die eigentliche Sammlung des MO dar. Seinen Ursprung hatte das Museum unter den Fittichen der Stadt Dortmund am Ostwall, daher auch sein Name. Das Museum wurde an der alten Stelle wg. baulicher Mängel vor über einem Jahr geschlossen und jetzt wieder im „Dortmundder U“ eröffnet. Das Alte Museum wurde von mir verschiedentlich besucht und ich fand es trotz seiner Mängel ansprechend mit sehr guter Ausstellungspräsentation.
Dies kann man leider vom neuen Museum nicht sagen. Man hat den Eindruck einer engen Bunkeratmosphäre ohne Blickaxen und einem zu geringen Abstand zu den Bildern. Die großen Etagenflächen wurden in enge Räume unterteilt mit absichtlich dicken Wänden, was den clausphobischen Eindruck noch verstärkt. Auch werden nicht mehr so viele Exponaten gezeigt wie am alten Standort, dies besonders bei den Bildern der Moderne. Sicherlich konnte in der Kürze der Zeit auch die Beschriftungen und Hinweise nur provisorisch angebracht werden. Die diversen akustischen Darbietungen in einzelnen Abschnitten stören in den anderen Räumen, Kontemplation kann hier schwerlich aufkommen. Man kann nur hoffen, dass sich mit der Zeit noch einiges ändert, vor Allem stören die teilweise in Gruppen „herumlungernden“ Feuerwehr- und Sicherheitskräfte. Man fragt sich, was dies soll, zumal ausreichendes freundliches und kompetentes Museums-Stammpersonal vorhanden ist. Der kostenlose elektronische Museumsführer ist sehr nützlich, zumal auch neben der Objektbeschreibung auch etwas von der Museumskonzeption durchdringt.
Eine positive Überraschung erlebt man in der 3. Etage, die vom HMKV mit der Ausstellung „inter-cool 3.0“ bespielt wird. Nachdem bereits im Sommer die Elektronische Ausstellung „Trust“ mein Interesse weckte, ist die neue Bild und Medien Ausstellung für die Jugend ein voller Erfolg. Der Ausstellungsraum ist groß und übersichtlich, trotz der Vielfalt der Exponate. Überall sind Ecken und kleine Winkel, wo die Jugendlichen sich selbst betätigen können, wovon sie auch ausgiebig Gebrauch machen.
Besonders gut finde ich das neuartige Beschriftungssystem. An jedem Exponat sind kleine Infoblätter zum mitnehmen aufgehängt, die prägnant das jeweilige Werk beschreiben, was ich sehr nützlich empfinde. Es handelt sich um nicht immer leicht verständliche Gegenwartskunst, die so dann recht gut dem Besucher nahe gebracht wird.
Montag, 11. Oktober 2010
Gastmal RUHR.2010: Rheinisch bei Peter Höppeler
Peter Krauskopf hatte sich größte Mühe gegeben, das Gastmahl Rheinisch ebenso zu einem Erfolg zu führen, wie seine bisherigen Slow Food Veranstaltungen im Rahmen RUHR.2010. Das Menü war recht gut zusammengestellt: eine Fischvorspeise basierend auf Rheinaal, Zwischengericht: Grafschafter Schnecken, Hauptgericht: Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklos, Dessert Varianten. Vorweg ein Glas Cidre aus rheinischen Äpfeln und Matjestatar.
Die Vorspeise bestand aus Mousse und Räucheraal Pastete. Die Pastete schmeckte zu kräftig nach Räucheraal, was für mich grundsätzlich eine Delikatesse ist, allerdings nur im naturzustand. Das Mousse war nichts sagend. Die Schnecken im Gemüsebett, eine schmackhafte Idee und sicherlich eine Kreation des Hauses.
Eine Enttäuschung war der Sauerbraten mit Rotkohl. Laut Peter bezieht man sein Fleisch von dem Spitzenschlachter Tönis, der für höchste Qualität bekannt ist. Das Fleisch war leider zäh und trocken. Es ist mir ein Rätsel, wie der Eurotoques Chefkoch Peter Höppeler so etwas schafft. Wahrscheinlich hat man sich auf die elektronische Einstellung eines Convektomaten verlassen. Die süßsaure Sauce enthielt keine Rosinen, was eigentlich den Unterschied zwischen rheinischer und westfälischer Art ausmacht. Der Rotkohl war ohne Pfiff zubereitet. Es fehlte ein Geschmackshäubchen, wie sie z.B. durch mit gekochte Äpfel oder Preiselbeeren erreicht wird.
Das Dessert hat dann wieder versöhnt, auch die Getränke waren zufriedenstellend. Der Service lies leider auch zu wünschen übrig. Dennoch ein angenehmer Abend im Kreis der Slow Food Gemeinde.
Die Vorspeise bestand aus Mousse und Räucheraal Pastete. Die Pastete schmeckte zu kräftig nach Räucheraal, was für mich grundsätzlich eine Delikatesse ist, allerdings nur im naturzustand. Das Mousse war nichts sagend. Die Schnecken im Gemüsebett, eine schmackhafte Idee und sicherlich eine Kreation des Hauses.
Eine Enttäuschung war der Sauerbraten mit Rotkohl. Laut Peter bezieht man sein Fleisch von dem Spitzenschlachter Tönis, der für höchste Qualität bekannt ist. Das Fleisch war leider zäh und trocken. Es ist mir ein Rätsel, wie der Eurotoques Chefkoch Peter Höppeler so etwas schafft. Wahrscheinlich hat man sich auf die elektronische Einstellung eines Convektomaten verlassen. Die süßsaure Sauce enthielt keine Rosinen, was eigentlich den Unterschied zwischen rheinischer und westfälischer Art ausmacht. Der Rotkohl war ohne Pfiff zubereitet. Es fehlte ein Geschmackshäubchen, wie sie z.B. durch mit gekochte Äpfel oder Preiselbeeren erreicht wird.
Das Dessert hat dann wieder versöhnt, auch die Getränke waren zufriedenstellend. Der Service lies leider auch zu wünschen übrig. Dennoch ein angenehmer Abend im Kreis der Slow Food Gemeinde.
Samstag, 9. Oktober 2010
"Die Impressionisten in Paris" - Ausstellung Flokwangmuseum
Vor wenigen Tagen wurde im Museum Folkwang ein neuer Blogbuster eröffnet: Bilder einer Metropole „Die Impressionisten in Paris“. Hier werden z. T. in Deutschland wenig bekannte Bilder dieser Epoche (1860 – 1900) gezeigt. Der Hauptanziehungspunkt sind natürlich ca. 80 Gemälde der Impressionisten, hier mehr städtische Szenen als die bekannten Bilder aus der Natur, die in der Regel auf Impressionisten-Ausstellungen gezeigt werden.
Was mich aber am stärksten interessierte, ist die begleitende Fotoausstellung über den Umbau und die Modernisierung von Paris unter dem Kaiser Napoleon III, umgesetzt durch den Präfekten Baron Hausmann. Es bleibt einem die Spucke weg, wenn man die Rigorosität auf den vielen originalen Fotos erkennt, mit denen die Modernisierung der Metropole Paris betrieben wird. Stuttgart 21 ist dagegen nur ein sehr begrenzte Baustelle. Weiter fällt die hohe Qualität der ausgestellten, dokumentarischen Abbildungen auf (ca. 120 Fotos). Dies bezieht sich sowohl auf die technische als auch auf die künstlerische Qualität der frühen Fotografien. Der begleitende Katalog (39,- €) informiert ausgezeichnet über die geschichtlichen Hintergründe dieser Ausstellung.
Die Ausstellung ist sehenswert und noch nicht so überlaufen wie die Vorgängerausstellung „Das schönste Museum…“; noch bis zum 30-1-11.
Labels:
Folkwang Museum,
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