Die Neugierde trieb mich nach Dortmund, um das mit Verspätung neu eröffnete Museum Ostwall (MO) zu besuchen. Leider ist der gesamte Umbau des „Goldenen U“ immer noch nicht beendet. Es fehlt noch die Eröffnung der Etage 6 für Wechselausstellungen und der Gastronomiebereich in der 7. Etage. Auch im bereits eröffneten Teil sind die Handwerker noch voll aktiv. Wenn das Gebäude in allen Details einmal fertig ist, ist es ein imposantes und repräsentatives Kultur Zentrum.
Die kürzlich eröffneten Etagen 4 & 5 stellen die eigentliche Sammlung des MO dar. Seinen Ursprung hatte das Museum unter den Fittichen der Stadt Dortmund am Ostwall, daher auch sein Name. Das Museum wurde an der alten Stelle wg. baulicher Mängel vor über einem Jahr geschlossen und jetzt wieder im „Dortmundder U“ eröffnet. Das Alte Museum wurde von mir verschiedentlich besucht und ich fand es trotz seiner Mängel ansprechend mit sehr guter Ausstellungspräsentation.
Dies kann man leider vom neuen Museum nicht sagen. Man hat den Eindruck einer engen Bunkeratmosphäre ohne Blickaxen und einem zu geringen Abstand zu den Bildern. Die großen Etagenflächen wurden in enge Räume unterteilt mit absichtlich dicken Wänden, was den clausphobischen Eindruck noch verstärkt. Auch werden nicht mehr so viele Exponaten gezeigt wie am alten Standort, dies besonders bei den Bildern der Moderne. Sicherlich konnte in der Kürze der Zeit auch die Beschriftungen und Hinweise nur provisorisch angebracht werden. Die diversen akustischen Darbietungen in einzelnen Abschnitten stören in den anderen Räumen, Kontemplation kann hier schwerlich aufkommen. Man kann nur hoffen, dass sich mit der Zeit noch einiges ändert, vor Allem stören die teilweise in Gruppen „herumlungernden“ Feuerwehr- und Sicherheitskräfte. Man fragt sich, was dies soll, zumal ausreichendes freundliches und kompetentes Museums-Stammpersonal vorhanden ist. Der kostenlose elektronische Museumsführer ist sehr nützlich, zumal auch neben der Objektbeschreibung auch etwas von der Museumskonzeption durchdringt.
Eine positive Überraschung erlebt man in der 3. Etage, die vom HMKV mit der Ausstellung „inter-cool 3.0“ bespielt wird. Nachdem bereits im Sommer die Elektronische Ausstellung „Trust“ mein Interesse weckte, ist die neue Bild und Medien Ausstellung für die Jugend ein voller Erfolg. Der Ausstellungsraum ist groß und übersichtlich, trotz der Vielfalt der Exponate. Überall sind Ecken und kleine Winkel, wo die Jugendlichen sich selbst betätigen können, wovon sie auch ausgiebig Gebrauch machen.
Besonders gut finde ich das neuartige Beschriftungssystem. An jedem Exponat sind kleine Infoblätter zum mitnehmen aufgehängt, die prägnant das jeweilige Werk beschreiben, was ich sehr nützlich empfinde. Es handelt sich um nicht immer leicht verständliche Gegenwartskunst, die so dann recht gut dem Besucher nahe gebracht wird.
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Samstag, 16. Oktober 2010
Sonntag, 8. August 2010
Besuch Dortmunder "U" Ausst. "Trust"
Mein 1. Besuch im Dortmunder „U“ war etwas enttäuschend. Ich wusste zwar, dass man einige Monate mit der Fertigstellung zurück ist, dass man teilweise erst die Rohbaustufe erreicht hat, war mir unbekannt. Provisorisch eröffnet sind teilweise die Ebenen 1 – 3. In der unteren Ebene wird eine Ausstellung über die Planung des Westviertels, wo auch das alte Union Gebäude liegt. Die Ebenen 2 und 3 werden durch den Medien Kunstverein und das Zentrum für digitale Bildung bespielt. Hier liegt noch kein Boden, die großzügigen Rolltreppen stehen noch still, der Besucherstrom ist spärlich. Es dürfte mehr Wachpersonal aus Kreisen der Feuerwehr, als Besucher im Museum vorhanden sein (Besuch an einem Samstagnachmittag).
Sehenswert sind die Installationen anläßlig der ISEA Ruhr in Dortmund unter dem Motto „Trust“ in der 3. Ebene. Technisch raffinierte Installationen fesseln außerordentlich. Leider ist der Katalog, der die Systeme einzeln beschreibt noch nicht lieferbar. Eine solche Beschreibung ist unerlässlich. Wir haben es mit einer gänzlich neuen Kunstgattung zu tun, die zwar einfach in der Wirkung ist, aber unerhörte Programmier Kenntnisse voraussetzt. Hier ist eher ein Informatik- oder Physikstudium verlangt, als eine traditionelle Kunstausbildung.
Zur Museumsnacht am 25-9-10 sollen auch die übrigen Etagen eröffnet werden. Dann wird das Ostwall Museum (MO) die Ebenen 4 – 6 eröffnen. Als Erstes wir eine Ausstellung in Verbindung mit dem Museum „Centre Pompidou“ gezeigt. Hoffentlich wird man rechtzeitig fertig.
Sehenswert sind die Installationen anläßlig der ISEA Ruhr in Dortmund unter dem Motto „Trust“ in der 3. Ebene. Technisch raffinierte Installationen fesseln außerordentlich. Leider ist der Katalog, der die Systeme einzeln beschreibt noch nicht lieferbar. Eine solche Beschreibung ist unerlässlich. Wir haben es mit einer gänzlich neuen Kunstgattung zu tun, die zwar einfach in der Wirkung ist, aber unerhörte Programmier Kenntnisse voraussetzt. Hier ist eher ein Informatik- oder Physikstudium verlangt, als eine traditionelle Kunstausbildung.
Zur Museumsnacht am 25-9-10 sollen auch die übrigen Etagen eröffnet werden. Dann wird das Ostwall Museum (MO) die Ebenen 4 – 6 eröffnen. Als Erstes wir eine Ausstellung in Verbindung mit dem Museum „Centre Pompidou“ gezeigt. Hoffentlich wird man rechtzeitig fertig.
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