Mein 1. Besuch im Dortmunder „U“ war etwas enttäuschend. Ich wusste zwar, dass man einige Monate mit der Fertigstellung zurück ist, dass man teilweise erst die Rohbaustufe erreicht hat, war mir unbekannt. Provisorisch eröffnet sind teilweise die Ebenen 1 – 3. In der unteren Ebene wird eine Ausstellung über die Planung des Westviertels, wo auch das alte Union Gebäude liegt. Die Ebenen 2 und 3 werden durch den Medien Kunstverein und das Zentrum für digitale Bildung bespielt. Hier liegt noch kein Boden, die großzügigen Rolltreppen stehen noch still, der Besucherstrom ist spärlich. Es dürfte mehr Wachpersonal aus Kreisen der Feuerwehr, als Besucher im Museum vorhanden sein (Besuch an einem Samstagnachmittag).
Sehenswert sind die Installationen anläßlig der ISEA Ruhr in Dortmund unter dem Motto „Trust“ in der 3. Ebene. Technisch raffinierte Installationen fesseln außerordentlich. Leider ist der Katalog, der die Systeme einzeln beschreibt noch nicht lieferbar. Eine solche Beschreibung ist unerlässlich. Wir haben es mit einer gänzlich neuen Kunstgattung zu tun, die zwar einfach in der Wirkung ist, aber unerhörte Programmier Kenntnisse voraussetzt. Hier ist eher ein Informatik- oder Physikstudium verlangt, als eine traditionelle Kunstausbildung.
Zur Museumsnacht am 25-9-10 sollen auch die übrigen Etagen eröffnet werden. Dann wird das Ostwall Museum (MO) die Ebenen 4 – 6 eröffnen. Als Erstes wir eine Ausstellung in Verbindung mit dem Museum „Centre Pompidou“ gezeigt. Hoffentlich wird man rechtzeitig fertig.
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Sonntag, 8. August 2010
Samstag, 15. Mai 2010
Starke Orte: Turbinenhalle, Bochum
Die Ausstellung des Bochumer Künstlerbundes findet in der Turbinenhalle, benachbart zu der Bochumer Jahrhunderthalle, statt. Es nehmen über 30 Künstler nicht nur aus Bochum teil. Die meisten Exponate stellen Installationen und Objekte dar. Damit unterscheidet sich diese Ausstellung von der vorangegangenen Herner Ausstellung im Bunker Herne-Sodingen, wo viel zu viele Bilder an einander gereiht zusammen gewürfelt waren.
Der Bochumer Ausstellung merkt man die kurativen Bemühungen an, auf den Ort zugeschnitten, eine sehenswerte Ausstellung zu machen. Die Turbinenhalle ist natürlich ein besserer Ort, so etwas zu verwirklichen. Ein Besuch lohnt sich, noch bis zum 30-5-10, 15 -18 h, Do. – So.
Sonntag, 21. März 2010
Bernd Zimmer bei Gmyrek, Düsseldorf
Bernd Zimmer wird schon seit den 80 er Jahren durch Gmyrek, Düsseldorf im Westen in Konkurrenz mit Pfefferle, München, vertreten. Die Ausstellung umfasst die neue Serie „Spieglungen“ die in den letzten zwei Jahren in dem neuen Atelier in Brandenburg entstanden ist. Es sind durchweg größer formatige Bilder. Auch werden größere Holzschnitte in besonderer Technik gezeigt, die eher an Monotypien erinnert. Mich fasziniert Zimmer mit seiner Farbvielfalt und seiner besonderen Maltechnik immer wieder. Die Ausstellung in der Galerie ist noch bis zum 30-4-10 geöffnet.
Sonntag, 10. Januar 2010
"Künstlerzeche Unser Fritz" Rona Rangsch, Multimedia-Künstlerin
Rona Rangsch ist eine nicht unbekannt Multimedia-Künstlerin, die von Hause aus Physikerin ist. http://www.rangsch.de/ Sie ist seit einigen Jahren als Künstlerin tätig. Ihre Spezialität sind kurze Videos, die mit großem technischen Aufwand produziert werden. Dies merkt man den Filmen nicht an, im Gegenteil, sie muten poetisch an, was Michael Kade bei seiner Einführung anmerkte. Dies geschieht durch eine Verlangsamung oder auch Beschleunigung der Sequenzen. Sie wirken wunderbar beruhigend, man kann sie minutenlang anschauen und empfindet sie nicht als langweilig. Ein Besuch der Ausstellung in der Künstler Zeche „Unser Fritz“ lohnt sich, noch bis 20-1-10.
Mittwoch, 18. November 2009
Fine Art Cologne u. Antiques, Köln
Die Ausstellung "Fine Art Cologne" findet noch bis zum Wochenende statt. Sie findet in der neuen Halle 9 statt, die zentral direkt vom Messebahnhof Köln-Deutz zu erreichen ist. Die Ausstellung hat sich um klassisches Design erweitert und stellt eine bunte Mischung von Gegenwarts-Kunst bis zu klassischen Antiquitäten dar. Besonders werden auch Kunstgewerbe und Schmuck im edlen Rahmen gezeigt. Der Besuch war am Eröffnungstag sehr gut. Gleichzeitig fand auch die Ehrung von Georg Baselitz, der den Messepreis dotiert mit 10.000 €, gewonnen hat
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Samstag, 31. Oktober 2009
Ausst. Aarsö OLG, Düsseldorf
Die Kunsthistorikerin Eva-Maria Schöning hatte kürzlich eine Ausstellung eines Malerfreundes aus Dänemark im Oberlandesgericht Düsseldorf eröffnet. Es handelt sich, um den in Berlin unter Prof. Ulrich Knispel und Hans Jaemisch ausgebildeten dänischen Maler Carl Henning AarsÖ. Schwerpunkt seiner Ausstellung sind mit Moorlauge gemalte minimalistische Bilder im Mittel- und Kleinformat. Die flüssige Moor-Erde hinterlässt auf roher Leinwand, wässerige bis deckende Spuren, die gestisch bestimmt sind. Der Zufall spielt hier auch eine Rolle. Bei größeren Formaten benutzt der Maler einen Reisigbesen, um die Moor-Erde mit Schwung aufzutragen. Neben diesen Bildern werden auch einige Materialbilder, unter Verwendung von kleinen Holzpaletten gezeigt. Eine weitere Serie sind abstrakte, helle Hintergründe mit aufgemalten geometrischen Formen. Kennzeichen dieser Serie ist jeweils in den Bildern versteckte, dünne, gebrauchte Malpinsel. Diese Ausstellung hat mich sehr beeindruckt. Noch geöffnet bis 27-11-09. (Ausweis nicht vergessen, da Eingangskontrolle)
Samstag, 17. Oktober 2009
Museum Gelsenkirchen-Buer, Bernhard Schwichtenberg
Nach der Renovierung wurde die alte Villa des Museums mit einer Ausstellung "Bernhard Schwichtenberg, Bilder und Objekte aus 50 Jahren" wieder eröffnet. Schwichtenberg ist immer ein politischer Künstler gewesen, der durch seine kleinen Drahtarbeiten in den 70er und 80er Jahre bekannt geworden ist. Dann haben sich seine Arbeiten sich kritisch mit Werbung beschäftigt. Lichtkinetik-, Materialobjekte und Papierblindprägungen, ähnlich Ücker, werden über drei Etagen in Gelsenkirchen gezeigt. Alle die Arbeiten waren fast immer mit politischen Aktionen verbunden, z. B. den Wahlkampf für die SPD, besonders Engholm oder mit einer Weihnachtsgeschenkaktion an prominente Mitbürger. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über das Lebenswerk von Schwichtenberg, der bis 2004, dem Jahr seiner Emeritierung, u. a. Dekan der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel war. Sehenswert, nur noch bis 8-11-09.
Freitag, 16. Oktober 2009
Monet Ausstellung Wuppertal
Nachdem das Stadtmuseum in Witten geschlossen war, welches ich ursprünglich besuchen wollte, fuhr ich zur Monet Ausstellung nach Wuppertal weiter. Ich hatte Glück, die Ausstellung war zwar gut besucht, es gab an der Kasse keine Wartezeit (12,- € Eintritt). Es hat ja schon verschiedene Monet Ausstellungen in Westdeutschland gegeben, die immer ein Publikumsmagnet darstellten. Die Wuppertaler Ausstellung im VON DER HEYDT-MUSEUM mit ihren 100 Exponaten ist didaktisch außerordentlich gut aufgebaut. Die Ausstellung beginnt im 2.OG in einem zurückliegenden Saal, wo eine Text- und Bildeinführung zu dem Künstler Monet gegeben wird. In den anschließenden Sälen wir die Schaffensperiode chronologisch abgearbeitet, immer versehen mit Kurztexten an den Wänden zu den verschiedenen Perioden. Besonders gut gefallen haben mir die großen Titel-Beschriftungen oberhalb eines jeden Bildes, die man aus jeder Entfernung lesen kann. So sollte jede Ausstellung präsentiert werden. Dem Besucher sei auch empfohlen vor seinem Rundgang ein Video ca. 45 Min. im 1. OG sich an zu sehen. Die Eigenproduktion des Museums gibt einen hervorragenden Überblick über die Ausstellung und kann für 15,- € erworben werden. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Februar 2010.
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Montag, 7. September 2009
Emil Schumacher Ausst., Hagen
Am Wochenende 29/30. 8. 09 wurde mit einem Stadtfest das neue Emil-Schumacher Museum in Hagen eröffnet. Ich hatte Gelegenheit außerhalb des Trubels am Mittwoch Vormittag das Museum zu besuchen. Es ist neben dem Osthaus-Museum und räumlich verbunden, für 25 Mio. € ein moderner und zweckmäßiger Museumsbau entstanden. Der Kurator Ulrich Schumacher, der Sohn des verstorbenen Malers, hat das Lebenswerk seines Vater in vorbildlicher Weise zusammen gestellt. Über zwei Etagen wird ein kompletter Überblick des künstlerischen Werks von Emil Schumacher gegeben. Nicht nur die vielfach bekannten Materialbilder, sondern auch das komplette Grafikprogramm und Keramiken wird gezeigt. Vermisst habe ich einen Film über die Arbeit und das Leben des verstorbenen Malers (1999). Die Ausstellung ist auf jeden Fall sehenswert, das Museum ist eine Reise wert. (Di-Fr 10-17h, Sa+So 11-18h)
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Sonntag, 19. Juli 2009
Ausstellung "Baselitz, Lüpertz, Penck & Co.", Ludwig Galerie, Oberhausen
Durch eine glückliche Fügung hatte ich Gelegenheit, an einer Führung der Museumsleiterin und Kuratorin der Ausstellung "Baselitz, Lüpertz, Penk & Co" Frau Dr. Christine Vogt teilzunehmen. Es werden ausschließlich Papierarbeiten der Künstler auf mehreren Etagen gezeigt. Viel frühe Arbeiten, was den besonderen Reiz ausmacht. Die Ausführungen der Kuratorin vertieften den Eindruck und lenkte das Interesse auf besonders wichtige Arbeiten, die bei einem normalen Durchgang z. T. nicht die Beachtung gefunden hätte, die sie verdienen. Auf jeden Fall wurde mein Verständnis für die verschiedenen Gesichtspunkte vertieft. Ich kann nur jedem Kunstinteressierten empfehlen, die Ausstellung zu besuchen.
http://www.ludwiggalerie.de
Bis 6. September, Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46
http://www.ludwiggalerie.de
Bis 6. September, Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46
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