Dieses Blog durchsuchen

Seiten

Sonntag, 8. August 2010

Besuch Dortmunder "U" Ausst. "Trust"

Mein 1. Besuch im Dortmunder „U“ war etwas enttäuschend. Ich wusste zwar, dass man einige Monate mit der Fertigstellung zurück ist, dass man teilweise erst die Rohbaustufe erreicht hat, war mir unbekannt. Provisorisch eröffnet sind teilweise die Ebenen 1 – 3. In der unteren Ebene wird eine Ausstellung über die Planung des Westviertels, wo auch das alte Union Gebäude liegt. Die Ebenen 2 und 3 werden durch den Medien Kunstverein und das Zentrum für digitale Bildung bespielt. Hier liegt noch kein Boden, die großzügigen Rolltreppen stehen noch still, der Besucherstrom ist spärlich. Es dürfte mehr Wachpersonal aus Kreisen der Feuerwehr, als Besucher im Museum vorhanden sein (Besuch an einem Samstagnachmittag).

Sehenswert sind die Installationen anläßlig der ISEA Ruhr in Dortmund unter dem Motto „Trust“ in der 3. Ebene. Technisch raffinierte Installationen fesseln außerordentlich. Leider ist der Katalog, der die Systeme einzeln beschreibt noch nicht lieferbar. Eine solche Beschreibung ist unerlässlich. Wir haben es mit einer gänzlich neuen Kunstgattung zu tun, die zwar einfach in der Wirkung ist, aber unerhörte Programmier Kenntnisse voraussetzt. Hier ist eher ein Informatik- oder Physikstudium verlangt, als eine traditionelle Kunstausbildung.
Zur Museumsnacht am 25-9-10 sollen auch die übrigen Etagen eröffnet werden. Dann wird das Ostwall Museum (MO) die Ebenen 4 – 6 eröffnen. Als Erstes wir eine Ausstellung in Verbindung mit dem Museum „Centre Pompidou“ gezeigt. Hoffentlich wird man rechtzeitig fertig.

Donnerstag, 5. August 2010

Neues Restaurant "Esszimmer" Essen-Werden, kein Italiener

Etwas durch Zufall hörten wir vom „Dicken Engel“, der sich ins „Esszimmer“ verwandelt hat. Gemeint ist das bekannte Biergartenrestaurant, was zu einem empfehlenswerten neuem Essrestaurant mutiert ist.


Wir aßen hausgemachte Sülze vom Kalbstafelspitz an Schnittlauchsauce, mit echten Bratkartoffeln. Dann frisches Stielmus durcheinander, mit angeräucherten Schweinefilet, garniert mit Kohlrabi- und Möhrenwürfel. Dazu ein Pfälzer Rotwein „Tutor“ vom Bio-Weingut Stuck, nur 12,5 % Alkohol. Die Hauptgerichte schmeckten endlich einmal so, wie erwartet und nicht wie in einem Sterne heischenden Restaurant.

Zum Dessert eine gemischte Schokoladenspeise „Tod Schokolade“ und Kaiserschmarren. Das Essen war ein Genuss wie lange nicht mehr in der Gastronomie erlebt. Endlich einmal keine mediterrane Küche, sondern eine überraschungsreiche mitteleuropäische Küche. Man bietet wechselnd Gerichte an, die aus der bürgerlichen Küche neu interpretiert werden. So wird man auch Kalbsnieren und Kalbsbries bringen. Wir freuen uns darauf.

Sonntag, 25. Juli 2010

"Stadt der Sklaven" im Folkwangmuseum


Ich hatte Gelegenheit, erneut die Ausstellung „Das schönste Museum der Welt“ mit meiner Schwester zu besichtigen. Wir interessierten uns auch für die neue Hängung im allgemeinen Teil des Museums. Neu ist ein kompletter Saal für das Atelier van Lieshout, dem das Museum 2008 eine eigene Ausstellung gewidmet hatte.


Wir stutzten vor einem großformatigen Bild „Zero foot print“ , was sich bei näherem Hinschauen als ein Work-Flow eines Vernichtungslagers entpuppte. Wir fanden keinerlei nähere Erklärungen in dem Saal, in dem weitere missverständliche Exponate: „Hängende Männer“, „Ausgeweideter Mann“, „Schlaf- und Arbeitseinheit mit Sklaven“, von Lieshout ausgestellt waren. Wir waren empört, dass Derartiges im Folkwang-Museum ohne Kommentar gezeigt wird. Ich hatte dann Glück. Im Buchverkauf konnte ich das letzte Exemplar des Ausstellungskatalogs von 2008 „Slave City“ erhalten. Die verschiedenen Texte erläuterten uns dann, worum es den Künstlern eigentlich geht. Die Werkgruppe, Sklavenstadt, ist eine große Gemeinschaftsarbeit des Ateliers über mehrere Jahre. Man will klar machen, wozu der Mensch fähig ist und bezieht sich auf Gräueltaten der Vergangenheit, die da sind: Vernichtungslager, Völkermord, Euthanasie, Völkerversklavung u.v.m.

Mit schwerverständlichen tiefgründigen Witz (Zitat Katalog S.49) versucht man diese Maschinerie zu Perfektionieren und mit wirtschaftlichen Profit zu betreiben. Es geht also darum, planerisch darzustellen, wie man Menschenvernichtung noch optimierter und wirtschaftlicher betreiben kann. Man bezieht sich hierbei auf viele Beschreibungen aus Kunst, Literatur, Film und Dokumentationen. Es werden einige dieser Quellen angeführt, um wohl ein Alibi für das eigene Projekt zu finden. Was Andere mit Erfolg und Zynismus gemacht haben gilt es noch zu übertreffen. Es muss doch möglich sein, z.B. ein Vernichtungslager z. B.  wie Auschwitz zu „verbessern, zu optimieren“. Aus der Sicht der Künstler, war das ja nur dilettantisch gemacht. Das Ganze soll dann ein Beitrag zur kritischen Kunst sein. Scheinbar bin und bleibe ich ein Spießer, der hieran Anstoß nimmt..

EMSCHERKUNST.2010 "Herner Meer"



Am Samstag, 24-7-10, 18 h wurde vom Veranstalter RUHR.2010 am „Herner Meer“ eine öffentliche Führung, an der ca. 100 Personen teilnahmen, veranstaltet. Über die Sinnhaftigkeit der diversen Kunstaktionen auf der Emscherinsel wurde kritisch diskutiert. Der Hauptsponsor der insgesamt 11 Mio. € teuren Aktion ist der Emscherverband. Seit 20 Jahren wird das gesamte Flussnetz der Emscher renaturiert. Man ist inzwischen auf der Zielgeraden angekommen. In den nächsten 10 Jahren ist das geniale Projekt abgeschlossen. Man wird die „no-go-area“ Emscherinsel nicht wieder erkennen. Der Kurator der EMSCHERKUNST.2010 Prof. Florian Matzner wollte mit den vielfältigen Beiträgen das Bewusstsein der Menschen in der Region schärfen: hier geschieht etwas Besonderes. Es wurden viele, meist nicht aus dem Ruhrgebiet stammende Künstler, aufgefordert zu diesem Thema etwas Künstlerisches darzustellen.

An der Spitze der östlichen Landzunge Schleuse Horsthausen entstand eine Skulpturengruppe mit Klang, im Volksmund „Käsestange“ genannt. Schöpfer sind der Bildhauer Bogomir Eckers, stammend aus Duisburg, und der Klangkünster Bülent Kullukcus, stammend aus der Türkei. Der Klangteil dauert ca. 30 Min. und wird alle 2 h zu Gehör gebracht. Die Skulpturengruppe besteht aus einem gelben ca. 23 m hohen Turm aus gestapelten technischen Elementen, in die auch Lautsprecher untergebracht sind, scheinbar labil zusammengebaut. Daneben eine übergroße Straßenlaterne und eine kleinere Aluminium Skulptur. Das Werk soll nicht die natürliche, sondern die technische Seite der Region aufgreifen.



Auf der anderen Seite des Herner Meer hat Mark Dion seine „Gesellschaft der Amateur-Ornithologen“ in einem alten Gastank, stammend aus der stillgelegten Herner Kläranlage, in form einer begehbaren Studierstube eines Vogelbeobachters aufgebaut. Das Ganze hat seine besonderen Reiz durch das Unpassende und Altmodische des Kunstobjektes. Besonders Kinder macht es Spaß, den vielen kleinen Details nachzuspüren. Man glaubt es kaum: mutwillige Beschädigungen der „open air“ Kunstwerke sind bisher ausgeblieben. Im Gegenteil, in der Nähe campierende Jugendliche betrachten sie als ihre „eigenen Kunstwerke“, auf die sie aufpassen, damit nichts beschädigt wird. Besser kann Kunst nicht ankommen.

Montag, 28. Juni 2010

Anweisungen aus der Vergangenheit



Hier meine Bericht über das Essen im Rhein-Ruhrzentrum mit Arpard Dobriban „Anweisungen aus der Vergangenheit“. Einen viel ausführlicheren bebilderten Bericht hat Peter Krauskopf in seinem Blog http://genussbereit.blogspot.com/ . Ich beschränke mich auf einige technische Details, die im Blog von Peter nicht zur Sprache gekommen sind.

1. Obstler, Speierlingschnapps, in Ungarn beginnt man das Essen mit einem Schnapps
2. Schinken und Salzgurken mit Boltens Landbier, gelungenes Entrè, deftig, löschte den Durst
3. Gestummte Klees mit Quittenkompott, eine Spezialität aus Pechar/Ungarn. Frittierte kleine Klöse in Fett ausgebacken. Der Quittenkompott war säuerlich, wenig süß und passte hervorragend.
4. Angada abur, eine säuerliche Suppe mit kleinen gefüllten Nudeln als Einlage, einmaliger Geschmack, Spezialität aus den Siebenbürgen.
5. Gefülltes Kraut, mit vielen Kräutern, Tomaten. Durch eine lange Kochzeit, das Gericht wird aufgewärmt, fast kein Kohlgeschmack.
6. Huddel mit Birnen, Hauptgericht: gekochter, geräucherter, durchwachsenen Speck, darauf ein Hefekloß mit Birnen
7. Gekochte Mangoldblätter, mit Bröseln und Zitrone, dieses Gericht steht für die einfache Gemüseküche, die i.d.R. nur Beilage ist.
8. Buchteln, Dampfnudeln, gefüllt mit Pflaumenmus, in der Röhre gebacken, warm mit Vanillesauce serviert.

Die einzelnen Gänge wurden in einem großen Kochmobil zubereitet, das mit 6 Köchen bespielt werden kann Es enthält bis zum Geschirr, Kühlung und Spülmaschine, alles was notwendig ist, um bis zu 80 Gäste zu bewirten.

Arpad Dobriban der Geschmackskünstler aus Ungarn, begleitete das Essen mit sachgerechten Kommentaren. Für ihn sind die wichtigsten Rohstoffe der Küche, Milch, Eier und Mehl. Diese Zutaten sind in fast allen Weltkulturen vorhanden. Daher werden sie zu unendlich vielen Gerichten verarbeitet. Gemüse, Obst und Fleisch treten hiergegen zurück, machen aber in Ergänzung die Hochküchen aus und werden in der einfachen Volksküche als Festagsessen gesehen.

Dobriban hat die servierten Gerichte in seinen diversen Interviews aufgespürt, mit den Informanten nachgekocht, um einen möglichst authentischen Geschmack zu erreichen. Ich hatte hier völlig neue Geschmackserlebnisse, die meinen Geschmackshorizont deutlich erweitert haben.

Völlig neu waren für mich die Suppe „Angada abur“. Diese Suppe wird aus einem selbst hergestellten „Suppenwürfel“ zubereitet. Die Herstellung wie folgt: Milch wird über drei Wochen sauer gelegt, täglich gerührt, es entwickelt sich starke Milchsäure, dieser Käse wird in gleichen Teilen 1:1 gehackte Kräuter wie Sellerieblätter, Petersilie, Liebstöckel u.a. aufgefüllt. Anschließend stark eingekocht und in Häufchen auf einem Blech getrocknet. Diese Kegel sind haltbar und werden bei Gebrauch in Brühe aufgelöst und mit Sahne abgerundet. Der saure Geschmack ist wieder da und wird nicht durch Essig verstärkt.

Bei dem gefüllten Weißkohl fehlte völlig der sonst so penetrante Kohlgeschmack. Erreicht wird dies durch wiederholtes Aufwärmen und das Abschmecken mit Kräutern und Gewürzen. Diese Kochmethode ist bei uns völlig aus der Mode gekommen, da die Vitamine so zerstört werden. Durch die lange Garzeit entstehen neue Geschmacksstoffe, die bei unserer üblichen schnellen Küche gar nicht erst gebildet werden können.

Das Eintopfgericht „Huddel mit Birnen“ und Hefekloß wird tatsächlich nur in einem großen Topfgekocht. Der geräucherte Speck hat natürlich eine lange Garzeit und kann sehr gut am Vortag vorgekocht werden. Der Hefeteig wird separat vorbereitet und zusammen mit den Birnen vor dem Anrichten als Kloß auf das Fleisch gelegt. Im Dampf gart der Kloß und kann dann zusammen mit dem großen Topf auf den Tisch gestellt werden. Das ist Essen in Urform.

Es könnte eine interessanten Aufgabe von Slow Food sein, eine solche Museumsküche mit ihren alten/neuen Geschmacksvarianten wieder zu beleben.

Sonntag, 6. Juni 2010

RUHR.2010 Emscherinsel alte Kläranlage Herne


Als einziger Besucher am Samstag um 11:30 hatte ich Gelegenheit, mir den neuen Magneten der Emscherinsel anzusehen. Der ursprüngliche ca. 20 m hohe Faulbehälter, der vor Jahren stillgelegten Herner Kläranlage, wurde entkernt. In ihm wurde ein Gerüst mit einer Plattform im oberen Bereich geschaffen. Hier findet eine Kinofilmvorführung eines eigens für die Ausstellung geschaffenen Films auf vier Leinwänden statt. Der technische Aufwand und die Umsetzung ist exzellent. Der Film ist in vier Ebenen aufgeteilt, damit entstehen parallele Abläufe, die die einzelnen Szenen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zeigen. Der Ton passt teilweise zu mehreren Szenen, wiederholt sich oft wie ein Echo. Technisch hat mir der Film ausgezeichnet gefallen.


Der Inhalt dagegen war banal. Er stellte das Alltagsleben einer Familie mit Großvater, Eltern und zwei pubertierenden Geschwistern, ausgehend von gemeinsamen Mahlzeiten, dar. Es wurden Konflikte, Sprachlosigkeit, Streit und Zuneigung, dargestellt. Ich hätte mir etwas Surrealistischeres in Verbindung mit der raffinierten Projektionstechnik gewünscht.

Die Mosaike an der Außenseite des Behälters erinnern mich an Sozialistische- oder Chinesische öffentliche Kunst. Es wird der Kampf der Bergarbeiter seit dem 19. Jahrhundert um soziale Gerechtigkeit verherrlicht. Ich hatte angenommen, dies Thema sei überwunden und gehöre der Vergangenheit an. Es gehört wohl zur RUHR.2010, alte Kamellen aufzuwärmen, mangels attraktiver Zukunftsthemen für den Pott.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Arpard Dobriban versunkene Geschmackserlebnisse

Ich hatte am Dienstag ein Gespräch mit Arpad Dobriban, einem Düsseldorfer Künstler, gebürtig in Ungarn. Dobrian beschäftigt sich unter anderem mit Geschmackserlebnissen und versucht, die Geschmackserinnerung an die vorindustrielle Küche durch verschiedene Projekte und Veranstaltungen wach zu halten.

Eine solche Veranstaltungsreihe hat er 2007 anlässlich des 400-jährigen Stadtjubiläums in Mannheim durchgeführt. Ein ähnliches Projekt hat er für RUHR.2010 in Arbeit. Er führt mit Senioren Interviews durch, um die Geschmackserinnerungen aus der Vergangenheit zu heben. So sprachen auch wir mehrere Stunden über dieses Thema.

Uns bewegte die Frage, wie hat sich die häusliche Küche verändert, was natürlich auch geschmackliche Auswirkungen hat. Folgende Punkte sind uns aufgefallen:

- Der zeitliche Aufwand für das Kochen ist rapide zurückgegangen

- Dies gilt einmal für die Vorbereitungen, als auch für die Kochzeiten selbst

- Heute wird gesund gekocht, kurze Garzeiten, wenig Fett und sonstige Kalorienträger

- Die Ablehnung der „bürgerlichen“ Küche

- Bevorzugt wird die mediterrane und asiatische Küche, bzw. was der Mitteleuropäer dafür hält

- Im Rahmen der Emanzipation will die Frau nicht mehr hinter dem Herd stehen – dies ist auch neuerdings vor allen bei den jungen, modernen Türkinnen festzustellen, die im Gegensatz zu ihren Müttern nichts mehr mit Kochen zu tun haben möchten.

- Die bestätigt auch eine Umfrage des LVWL in Münster: Was kochen die Westfalen?

- In nur noch 20 % der Haushalte wird überhaupt regelmäßig gekocht, dies dann meistens von den älteren Hausfrauen und Großmüttern

- Dies veränderte Küchentechnik, der Einsatz von Maschinen und Mixern

- Mikrowelle und Dampfgarer haben die Kochzeiten erheblich verkürzt und den Geschmack verändert.

- Die Berufstätigkeit der Frauen und Männer, die geringe Kinderanzahl

- Das große Angebot von Fertiggerichten und Fast-Food an jeder Ecke

- Geschmacksverstärker und künstliche Aromen sind Standard, ohne diese Zutaten schmeckt vielen Menschen das Essen flach und fade

Man kann diese Liste noch vergrößern. Es läuft immer mehr darauf hinaus, Zeit zu sparen, zumal das Essen heute weniger im Mittelpunkt steht. Kaum jemand hat Sorge satt zu werden, im Gegenteil wir leben in einer Überflussgesellschaft, was vor allem das Nahrungsangebot anbelangt. Wir hungern freiwillig, um die Figur zu halten. Der Genuss ist fraglich geworden, im Gegenteil: Dicke Menschen gelten als undiszipliniert und werden eher der Unterschicht zugeordnet.
Bei all diesem Wandel, der kaum gestoppt werden kann, müssen wir sehen, dass durch diese Veränderungen Kulturgut verloren geht. Rezepte kann man dokumentieren und später nachkochen. Hier geht es vielmehr um das persönliche Geschmackserlebnis des Einzelnen. So lehnen Köche, die sich mit Hochküche befassen, generell das „Durch-einander-kochen“ ab, was in der Zeit vor und nach 1945 die Regel war. Durch das separate kurze Garen z. B. in Mikrowelle/Dämpfer erhalten die Komponenten ihren eigenen Geschmack, auch wenn sie später zusammengefügt werden. Daher fällt auch manchen Genießern auf, dass aufgewärmte Gerichte anders/besser schmecken können. Diese Geschmacksveränderung ist typisch für das „Durch-einander-gekochte“ und macht einen wesentlichen Unterschied aus.

Das Anliegen von Arpard Dobriban ist, diese Entwicklung bewusst zu machen und in gemeinsamen Gastmahlen dies zum Erlebnis zu machen. Seine nächste Veranstaltung findet am 26-6-10 im Einkaufszentrum Rhein-Ruhr in Mühlheim statt. Anmeldungen unter http://www.blogger.com/goog_907260990


Im Übrigen beschäftigt dich das Convinium „Mittleres Ruhrgebiet Herne/Bochum in Slow Food Deutschland“, schon seit längerer Zeit mit diesen Themen. Peter Krauskopf, http://genussbereit.blogspot.com/ Food Journalist aus Bochum, hat ein Konzept zur Ruhrgebietsküche erarbeitet und zusammen mit Slow Food verschiedene „Gastmähler“ veranstaltet.